Was Asterisk ist. Asterisk ist ein Open-Source-Framework für Telefonanlagen. Es spricht SIP und andere VoIP-Protokolle, schaltet Gespräche, kann IVRs ausführen und Wählpläne (Dial Plans) abarbeiten — also die Regeln dafür, was passiert, wenn jemand eine Nummer wählt oder ein Anruf reinkommt. In der Praxis wirkt es wie eine selbst gehostete Nebenstellenanlage (PBX), ohne an die Cloud oder das Ökosystem eines einzelnen Herstellers gebunden zu sein.
Was ich zu Hause aufgebaut habe. Asterisk läuft bei mir auf einem Raspberry Pi 4 mit 8 GB RAM unter DietPi — einem schlanken Debian-basierten Image, damit der Pi als Dauerläufer flott bleibt. Asterisk ist dort ein normaler Systemdienst.
Die schnurlosen Handteile hängen an einer Gigaset GO Box 100. Die Basis habe ich so eingetragen, dass sie sich bei meinem Asterisk als SIP-Endpunkt registriert, über den die Haustelefone laufen. Wenn die Verbindung steht, gehören die DECT-Telefone für Asterisk zur selben logischen Anlage.
Spannend wird der Wählplan: Neben normalem Telefonieren habe ich Nebenstellen und Muster so verdrahtet, dass bestimmte Wahlfolgen Webhooks in Home Assistant auslösen. Die HTTP-Aufrufe aus dem Wählplan treffen Automatisierungen im Heimnetz — von denselben Mobilteilen aus, mit denen wir telefonieren, lassen sich so Szenen starten oder beenden (Licht, Modi, was auch immer den Webhooks zugeordnet ist), ohne eine App zu öffnen.
Es ist eine kleine Integration, aber sie schließt die Lücke zwischen „Festnetz zu Hause“ und Hausautomatisierung — sobald die Zuordnung sitzt, fühlt sich das erstaunlich natürlich an.